Warum wir eine Interessengemeinschaft sind

Zunächst einmal erschien es uns wichtig, uns eben aufgrund gemeinsamer Interessen zusammenzuschließen, ohne dabei bürokratischen, politischen oder juristischen Zwängen ausgesetzt zu sein.

Wir haben uns vorerst gegen die Gründung eines Vereines, eines Verbandes, oder einer Gewerkschaft entschieden, weil diese Organisationformen soziologische Fallstricke bereithalten, über die wir stolpern könnten.

Wir vermeiden so vor allem, dass wir anstatt unsere Ziele zu verfolgen, eine oligarchische Machtstruktur aufbauen, in der ein Vorsitzender und der Rest eines Funktionärsapparates nur die eigenen Interessen vertreten, von deren Initiative und Handeln aber alle anderen abhängig sind. Solche Entwicklungen sind das größte Problem vieler Verbände und Gewerkschaften und sorgen immer wieder für Konflikte. Außerdem zöge eine solche Organisationsform erheblichen bürokratischen Aufwand nach sich, der zusätzlich Kraft und Zeit kostet. (siehe „Gewerkschaftssoziologie“)

Ein Verein oder Verband trägt sich vor allem durch die Homogenität seiner Mitglieder. Die ist unter uns freien Fernsehschaffenden aber von vorn herein nicht gegeben. Die unterschiedlichen Gewerke haben unterschiedliche Anliegen. Noch dazu sind wir alle in der Branche große Individualisten und Einzelgänger. Weil aber keiner von uns seine Ziele allein verfolgen und durchsetzen kann, haben wir diese Art Gemeinschaft gegründet. Außerdem wünschen wir uns die Produzenten an unsere Seite. So können wir die verschiedenen Interessen bündeln, sie auf einen Nenner bringen und letztendlich auch gegenüber dem Sender / Auftraggeber vertreten. Wir haben zwar keine hierarchische Struktur und sind nirgends offiziell eingetragen, können aber trotzdem Druck durch die Masse unserer Unterstützer ausüben.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird es sicherlich besser sein, sich eine andere Organisationsform zu geben. Aber dann sollten wir auch die nötige Reife haben, die es braucht, um oben genannte Fallstricke zu umgehen.

Bis dahin hängt es von uns allen ab, wie weit wir vorwärtskommen und in wie weit sich jeder Einzelne angesprochen und aufgehoben fühlt.

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